Jeder Arbeitnehmer ist in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Er / sie und der Arbeitgeber müssen jeweils die Hälfte der Beiträge zu dieser Versicherung im Rahmen der Sozialversicherung abführen. Und generell geht jedoch Beitragspflichtige auch davon aus, dass er später von diesen jahrelangen Einzahlungen profitieren kann und eine spätere Altersrente erhält, die seinen Lebensstandard sichert. Doch das System der gesetzlichen Rentenversicherung ist unlängst in Schieflage geraten. Denn es baut auf dem Prinzip des Solidarsystems und des sog. Generationenvertrags auf, ein Prinzip das aufgrund der wirtschaftlichen und demographischen Entwicklung leider nicht mehr funktioniert. So sparen die aktuellen Beitragszahler kein Vermögen und keinen Anspruch auf Rente in diesem Sinne an, sondern sie finanzieren mittels einem Umlagesystem die Rentenleistungen der aktuellen Rentner. Da es jedoch immer weniger Einzahler gibt und gleichzeitig die Zahl der Rentner zunimmt, geht die Rechnung nicht mehr auf und wer heute Beiträge zahlt kann sich nicht mehr sicher sein, dass er eine adäquate Altersrente erhält.
So ist das private Vorsorgen fürs Alter in den letzten Jahren zunehmend wichtiger geworden. Nicht nur, um im Alter seinen Lebensstandard halten zu können, sondern nicht selten auch, um eine Altersarmut zu vermeiden. Und auch der Gesetzgeber empfiehlt die private Altersvorsorge ausdrücklich, und hat Instrumente entwickelt, um diese auch attraktiv zu machen. Die Sprache ist von der sogenannten Riesterrente, die primär für Arbeitnehmer gedacht ist. Aber auch die Rürup-Rente, welche sich vor allem an Selbständige richtet, sollte hier erwähnt werden.
Gesetzlich geförderte Altersvorsorge
Der Begriff „Riestern“ hat sich in den letzten Jahren etabliert. Seit Einführung der Riester-Rente im Jahre 2001 wurden in Deutschland rund 13 Millionen Verträge abgeschlossen (Stand 12/2009), Tendenz steigend. Doch warum ist die Riester-Rente so beliebt? Sie bekommt den Ansprüchen den Sparern nach: Steuerliche Begünstigung, staatliche Zulagen und ein Höchstmaß ein Sicherheit sind die drei wichtigsten Argumente für das Riestern. Wobei gerade das Erhalten der staatlichen Zuschüsse abhängig von der Lebenssituation des Einzelnen ist, und sich daher die Riester-Rente nicht für alle Personengruppen eignet. Während die Riester-Rente primär an förderfähige Angestellte gerichtet ist, möchte das Produkt Rürup-Rente eher Freiberufler, Selbständige und Unternehmer ansprechen, die ebenfalls private Altersvorsorge betreiben möchten, jedoch nicht riestern können. Die Rürup-Rente (auch als Basisrente bezeichnet) bringt ebenfalls den Vorteil der steuerlichen Abzugsfähigkeit und der Unpfändbarkeit (beispielsweise bei Hartz IV) mit. Die ausgezahlte Rente muss hier jedoch in Form einer lebenslangen monatlichen Rente erfolgen, es ist nicht möglich sich das angesparte Kapital in einem Beitrag bei Renteneintritt auszahlen zu lassen. Bei beiden Formen der privaten Altersvorsorge gilt, dass die eingezahlten Beiträge steuerlich absetzbar sind – derzeit jedoch noch nicht zu 100%. So können im Jahre 2010 immerhin 70% der eingezahlten Beiträge geltend gemacht werden. Dieser Prozentsatz steigt jährlich um 2%. Gleichzeitig jedoch müssen die später ausbezahlten Rentenleistungen versteuert werden.
Weitere Produkte der privaten Altersvorsorge
Während die Riester- und Rürup-Rente staatlich geförderte Formen der privaten Altersvorsorge darstellen, gibt es auf dem Finanzmarkt natürlich noch weitere Produkte. So beispielsweise die „private Rente“, eine klassische Rentenversicherung mit zumeist garantierter Basisverzinsung, oder auch als fondsgebundene Rentenversicherung, die eine höhere Rendite verspricht – aber auch ein gewisses Risiko mit sich bringt. Und natürlich gibt es auch eine Vielzahl weiterer Anlageprodukte, die sich für die private Altersvorsorge eignen. Formen der Geldanlage, die konservativ ausgerichtet sind und sich durch eine lange Laufzeit auszeichnen. Dazu zählen beispielsweise Bundeswertpapiere.
Flexibilität bei der Altersvorsorge
Es gibt einige Produkte für die Private Altersvorsorge, an die man nicht gebunden ist - die aufgebaute
Altersvorsorge verkaufen, dies ist nicht immer mit Verlusten möglich. Und einige Produkte eignen sich hierfür mehr als andere. Die Britische Lebensversicherung beispielsweise, oder auch die Immobilie. Andere Formen wie die Riester-Rente hingegen können nicht verkauft werden, wiederum andere wie die Kapitallebensversicherung nur mit hohen Einbußen.