Vergleichen muss nichts kosten
Bei dem Verfahren des Versicherungsvergleichs führt ein Versicherungsmakler oder Finanzberater einen Vergleich unterschiedlicher Versicherungsunternehmen hinsichtlich der besten Angebote durch, die eine Versicherung für die individuellen Bedürfnisse und Situationen eines Kunden bieten kann. Dies kann auf individuelle Anfrage in einer Geschäftsstelle erfolgen, doch häufiger anzutreffen ist die Online-Abfrage, in der Interessenten ihre eigene Situation mit dem Versicherungsmarkt vergleichen, um etwa eine private Krankenversicherung zu ermitteln, die für den eigenen Behandlungsbedarf zugeschnitten sind.
Ziel bei einem Versicherungsvergleich ist es, für einen persönlichen Bedarf die kostengünstigste und langfristig beste Versicherung zu finden. Der Vergleich selbst ist kostenlos. Der Versicherungsvergleichsdienstleister erhält dann eine Provision vom Unternehmen, an das er einen Kunden vermittelt hat, deshalb braucht kein Interessent z. B. für den Vorschlag über eine günstige Krankenversicherung etwas zu zahlen. Doch die Versicherungsgebühren, die der später Versicherte an das Unternehmen zahlt, werden dann wiederum mit den Beträgen verrechnet, die das Unternehmen als Provision wieder zurück an den Vermittler zahlt.
Es besteht auch die Option, online einen Vergleich kostenlos vorzunehmen. Der Interessent sieht auf einen Blick alle Auspreisungen und Tarife und kann daraufhin ergänzende Informationen einholen. Keinen Vergleich gibt es, der wirklich alle Versicherer anzeigt. Trotzdem kann man sich eine grobe Orientierung über den Markt verschaffen. Manche Webseiten nutzen auch dieselben Zentralrechner, wie es Verbrauchermagazine tun: Dies wird jedoch auch gekennzeichnet; die hier aufgelisteten Daten sind möglicherweise nicht so umfangreich wie bei anderen, jedoch wertvoller für Verbraucher.
Jedoch trotz allem bleibt es schlicht und ergreifend nicht möglich, dass ein Interessent wirklich "das beste" Angebot ermitteln kann. Zu viele Versicherer sind generell nicht im Netz aufgelistet oder werden von Vertragsvermittlern erwähnt. Somit sollte der Anspruch auch ein ganz anderer sein: Der Interessent profitiert von einem Versicherungsvergleich, der nur auf der Suche nach einem erschwinglichen Angebot für sich ist, während er immer noch einräumt, dass es möglicherweise noch ein günstigeres gibt, das er übersehen haben könnte.
Vorsicht mit privaten Daten
Eines ist jedoch bei Versicherungsvergleichen nicht notwendig: dass ein Interessent seine vollständige Anschrift angibt. Irgendein Name im Eingabefeld des Vermittlers reicht: Erst gegenüber dem Versicherer selbst (der Antragsunterlagen per Post und zur Unterschrift an den Interessenten heraus sendet) sind diese Daten wichtig. Sollte ein Versicherungsvermittler im Internet darauf bestehen, diese Daten bereits vorher zu erhalten, ist dies möglicherweise ein Adresshändler. Aber dies gilt überall: Auf der Suche nach dem persönlichen Sparprofit im Internet ist man grundsätzlich nie zur Angabe der persönlichen Daten verpflichtet, Post und Fax können Informationen und Korrespondenz immer erst noch virenfrei und ohne die Gefahr von Adresshändlern zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer am Anfang fixieren.